Gute Vorsätze der Literaturverwaltung

Wissenschaftliche Literatur 2019 besser in den Griff bekommen


Bildnachweis: Spenser Sembrat on Unsplash

Haben Sie zu Beginn letzten Jahres auch gute Vorsätze gefasst, sie aber nicht eingehalten? 

Dieses Jahr wird alles anders! Mit unseren neun guten Vorsätzen für Ihren Umgang mit wissenschaftlicher Literatur: 

  1. Installieren Sie hilfreiche Software 
    Nutzen Sie die ruhigen Tage für eine wichtige Entscheidung: für die für Sie passende Software zur Literaturverwaltung. Die perfekte Software für jeden gibt es nicht. Jedes Programm hat Stärken und Schwächen, die gut oder schlecht zu Ihnen und Ihrem Arbeitsworkflow passen. Schauen Sie sich die Webseiten der Anbieter an und laden Sie kostenlose Testversionen der für Sie interessanten Programme herunter. Sie werden schnell merken, welche Software Ihre Wünsche und Anforderungen erfüllt. Unabhängige Vergleiche von Bibliotheken helfen Ihnen bei Ihrer Wahl (z.B. der Technischen Universität München).
  2. Lernen Sie Ihr Programm richtig kennen 
    Wenn Sie bereits eine Literaturveraltungssoftware verwenden, finden Sie heraus, was das Programm noch alles kann. Ihre gewohnten Schritte mögen funktionieren, aber eventuell bietet das Tool eine viel schnellere Funktion zu Ihrem Ziel. Nutzen Sie jetzt ein paar Stunden dafür, das Handbuch, Tutorials und Videos Ihrer Software genauer anzuschauen. So sparen Sie das restliche Jahr 2019 höchstwahrscheinlich viel Zeit.
  3. Schaffen Sie Ordnung auf Ihrem Computer 
    Befreien Sie Ihren Desktop von abgelegten Dateien und lösen Sie Ihr Ordnersystem mit den vielen verschachtelten Unterordnern ab. Importieren Sie alle Literatur, die für Ihre wissenschaftliche Arbeit wichtig ist, in Ihre Software.
  4. Bereiten Sie Ihr perfektes Literaturverzeichnis vor 
    Die Daten, die Ihre Software automatisch für Ihr Literaturverzeichnis ausgibt, können nur so gut sein, wie die Daten, die Sie eingegeben haben. Literaturverwaltungsprogramme bieten meist eine Option zum automatischen Abruf von Daten. Abhängig von der Qualität der Datenquelle könnten beispielsweise Autoren falsch geschrieben sein oder Untertitel fehlen. Diesen Fehler möchten Sie nicht in Ihre Arbeit übertragen. Kontrollieren Sie deshalb direkt nach dem Import die Daten in Ihrer Literaturverwaltung anhand des Originals, das Sie vorliegen haben. 
    Werden keine Titeldaten automatisch importiert? 
    Dann erfassen Sie zumindest gleich den Autor, das Jahr und den Titel der Quelle. Nur so haben Sie eine Chance, sie wieder zu finden, bevor sie zur Karteileiche wird.
  5. Genießen Sie Ihre regelmäßige Lektüre 
    Sie arbeiten an einem Themengebiet, das Sie interessiert und das im besten Fall Ihre Leidenschaft ist. Legen Sie neue Artikel deshalb nicht nur in Ihrer Literaturverwaltung ab, sondern lesen Sie sie auch. Um sich daran zu erinnern, erstellen Sie sich eine Aufgabe. Beispielsweise immer freitags am frühen Abend. Dann, wenn Sie wissen, dass Sie ungestört sind. Machen Sie es sich bequem, kochen Sie sich eine Tasse Tee und lassen Sie sich wie auf die Lektüre eines guten Romans auf den Text ein.
  6. Halten Sie Ihre Gedanken direkt fest 
    Während Sie wichtige Texte lesen, kommen Ihnen neue Ideen und Sie setzen sich mit den Gedanken der Autoren auseinander. In diesem Moment könnten Sie sich nicht vorstellen, dass Sie das jemals vergessen. Es ist aber leider so. In zwei Monaten können Sie sich nicht mehr daran erinnern, welche Idee Sie hatten und welche Arbeit Sie darauf brachte. Machen Sie sich deshalb direkt Notizen beim Lesen von wissenschaftlichen Texten. Am besten bewahren Sie Ihre Notizen ebenfalls in Ihrer Literaturverwaltungssoftware auf. Dafür bieten die meisten Programme ein Notiz-Feld an. Citavi unterscheidet zwischen verschiedenen Typen von Notizen, sodass Sie beispielsweise wörtliche Zitate, Zusammenfassungen und eigene Gedanken besser unterscheiden können.
  7. Pflegen Sie Ihr Werkzeug 
    Software ist Ihr Werkzeug beim wissenschaftlichen Arbeiten. Wie Handwerker, die ihre Werkzeuge regelmäßig reinigen oder schleifen müssen, benötigen auch Ihre Werkzeuge Pflege. Installieren Sie deshalb für Ihren PC, Ihre Textverarbeitung und Ihre Literaturverwaltungssoftware regelmäßig verfügbare Updates. Nutzen Sie die paar Minuten, die das Update benötigt, um Ihre Seele zu pflegen: mit Schokolade, einem beruhigenden Tee oder Katzenvideos.
  8. Leisten Sie Überzeugungsarbeit 
    Die meisten Literaturverwaltungsprogramme bieten ca. 9000 Stile von Zeitschriften und Verlagen zum Download an. Jede Zeitschrift entwickelt eigene Vorgaben. Überzeugen Sie Ihre Fakultätsleitung oder den Betreuer Ihrer Arbeit, dass an Ihrer Institution nicht auch eigene Vorgaben entwickelt werden müssen. Durch die Festlegung eines Standard-Stils sparen alle Seiten viel Zeit bei der Arbeit. 
  9. Berichten Sie Ihren Kollegen von Ihrem System 
    Sobald Sie Ihr System gefunden haben, behalten Sie es nicht für sich. Erzählen Sie Ihren Kollegen (z.B. über #phdchat auf Twitter) begeistert von Ihrem neuen System und guten Vorsätzen! 
    Die Dankbarkeit (und auch Bewunderung), die Sie erhalten werden, sind ein zusätzlicher Lohn für Ihre umgesetzten, guten Vorsätze.

Welche guten Vorsätze für Ihren Umgang mit wissenschaftlicher Literatur und Ihren Notizen haben Sie gefasst? Verraten Sie uns Ihre Pläne auf Facebook

 

Erstellt von: Jana Votteler – Veröffentlicht am: 01.01.2019
Tags: Wissen managen Besser arbeiten


Über Jana Votteler

Jana Votteler interessiert sich für alles rund um die persönliche Wissensorganisation – wie man es von einer studierten Bibliothekarin erwarten würde. Dafür liest sie in Ihrer Freizeit ziemlich wenig. Sie liebt es aber, in den Schweizer Bergen zu wandern – solange sie nicht nach unten schauen muss.

"Nützliche Irrtümer", der Blog von Citavi, bietet Nützliches und Unterhaltsames aus der Welt der Wissenschaft und Wissensorganisation.